Informationen zur Geflügelpest - Festlegung von Risikogebieten in Österreich

Veröffentlichungsdatum10.01.2023Lesedauer2 Minuten
huhn

Aktuelle Information zur Geflügelpest – Festlegung von Risikogebieten

Seit Jahresende 2022 wurden mehrere Fälle von Geflügelpest (HPAI, Aviäre Influenza,

„Vogelgrippe“) bei Wildvögeln in Niederösterreich und Wien festgestellt. In Europa ist die

Vogelgrippe sehr präsent und hat in zahlreichen Ländern zu großen Verlusten in

Geflügelbetrieben geführt. Besonders für Puten und Hühner ist die Geflügelpest sehr

bedrohlich. Enten und Gänse können sich auch infizieren, zeigen aber oft keine Symptome

und spielen somit in der Verbreitung der Krankheit eine wesentliche Rolle. Auch heimische

Wildvögel, allen voran Wildenten und -gänse, tragen zur Ausbreitung des Virus bei.

Geflügelpest ist eine Erkrankung der Vögel, die durch Influenza A Viren der Subtypen H5 und

H7 verursacht wird. Der Subtyp H5N1, der in Österreich nachgewiesen wurde, ist für Vögel

hochpathogen (stark krankmachend) und führt zu vielen Todesfällen, besonders in

Hausgeflügelbeständen.

Infektionen mit H5N1 beim Menschen sind in Europa bis jetzt nicht nachgewiesen worden.

Mit der 3. Novelle vom 23.04.2023 der Geflügelpestverordnung 2007 wurde das gesamte Bundesgebiet als Gebiet mit erhöhtem Risiko eingestuft:

Pflichten der Tierhalter:innen in Gebieten mit erhöhtem Geflügelpest Risiko

  • Enten und Gänsen werden getrennt zu anderem Geflügel gehalten, sodass ein Kontakt nicht möglich ist.
  • In Ausläufen wird das Geflügel durch Netze, Dächer, horizontal angebrachte Gewebe oder andere geeignete Mittel vor dem Kontakt mit Wildvögeln geschützt oder die Fütterung und Tränkung erfolgt im Stall oder unter einem Unterstand. Die Ausläufe müssen in diesem Fall gegenüber Oberflächengewässer, an denen sich wildlebende Wasservögel aufhalten können, ausbruchsicher abgezäunt sein.
  • Die Tränkung darf nicht mit Oberflächenwasser erfolgen, zu dem Wildvögel Zugang haben.
  • Die Reinigung und Desinfektion der Beförderungsmittel, Ladeplätze und Gerätschaften hat mit besonderer Sorgfalt zu erfolgen.

Allgemeinde Meldepflichten

  • Beim Fund von toten Wasser- oder Greifvögeln ist der Fundort der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde / der zuständigen Amtstierärztin, dem zuständigen Amtstierarzt zu melden.
  • Jeder Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest ist bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde anzuzeigen.

Es wird daher die Dringlichkeit der Einhaltung der Maßnahmen und erhöhte Vorsicht der Bürger:innen in Bezug auf die Haltung von und den Umgang mit Geflügel betont!